Winterlandschaft

Winterhochzeit – Teil 2

Das letzte Mal haben wir uns mit den Kriterien der Locationwahl für eine Winterhochzeit beschäftigt, wie das Wetter auch die Hochzeit im Winter beeinflussen kann und dass eine Trauung im Freien trotz niedriger Temperaturen möglich ist. Heute geht’s weiter, damit Sie guten Gewissens entscheiden können: Winterhochzeit – yay oder nay 🙂

Ich habe Ihnen am Ende meines letzten Blogposts von der Garantie für einen warmen Derrière der Braut erzählt. Schiunterwäsche ist die Antwort! So Ihnen Schiunterwäsche zu „unansehnlich“ ist kann ich auch Kaschmir-Unterwäsche wärmstens (buchstäblich!) empfehlen. Die hat eher was „flauschiges“ und „kuscheliges“ als was „sportliches“. Vielleicht ist das ja eher nach Ihrem Geschmack – zu einer Braut passt beides auf jeden Fall viel besser als blaue Lippen und eiskalte Hände.

Apropos: Ihr Brautkleid benötigt dringend Unterstützung durch einen wärmenden Mantel, und vielleicht verstecken Sie auch ein paar Wärmepads in Ihrem Kleid oder in Ihren Winterstiefeln um das vorzeitige Frieren zu vermeiden. Bitte glauben Sie mir, auch in einer Kirche kann es wirklich kalt sein im Winter und wenn man 20 Minuten draußen steht (ohne wärmenden Punsch) wird es auch seeehr schnell seeeehr kalt. Der „richtige“ Mantel ist einer, der gut isoliert und wärmt. Natürlich ist ein Daunenmantel nicht die eleganteste Variante, ich empfehle eher Wolle oder auch Leder – im Idealfall schön warm mit Fell gefüttert (natürlich nicht echt! Außer Sie bekommen einen „Echten“ als Leihgabe von einer Verwandten, dann sollten Sie ihn annehmen).

Sie wollen nicht in Kaschmirunterwäsche und Winterstiefeln zu Ihrer Hochzeitfeier? Ich verstehe das und kann Sie beruhigen: es ist auch nicht notwendig! Ich komme etwas später dazu.

Zuerst zur Agape/Sektempfang: Natürlich können Sie die Agape Indoor – also im Warmen – ausrichten. Doch auch draußen ist das möglich! Einzig: die Agape sollte etwas kürzer ausfallen. Denken Sie nur an die Möglichkeiten… Tee, Punsch, Kaffee mit Schuss, heiße Schokolade mit Rum, Mini-Hotdogs, Maroni, … alles was warm und gemütlich ist. So Sie auf Champagner bestehen, können Sie den im Schnee kaltstellen und Eisskulpturen, die erstmals wirklich lange halten sind auch kein Problem! Entsprechend der „Hochzeit der Romanovs“ können Sie neben Champagner (besser: Krim-Sekt) auch Blinis mit Lachs und Kaviar anbieten. Auch Austern im Eisbett kann ich mir sehr gut vorstellen.

Bei einer Agape/Sektempfang im Freien bitte ich Sie die Gäste in jedem Fall schon in der Einladung darauf hinzuweisen und auch kurz vor der Ankunft noch einmal zu erinnern – warme Winterkleidung ist Pflicht.

Wird dann auch mit Schiunterwäsche und Fäustlingen Hochzeit gefeiert? Nein, natürlich nicht. In Ihrem Tagesplan haben Sie – nach der weitsichtigen Empfehlung Ihrer Hochzeitsplanerin – abgesehen von einer eher kurzen (höchstens eine Stunde) Agape eine Pause von zwei Stunden mit eingerechnet, die es Ihren Gästen ermöglicht sich aufzuwärmen und für die Hochzeitsfeier umzuziehen.

Idealerweise findet die Feier im gleichen Hotel statt in dem die Gäste und das Brautpaar untergebracht sind. So kommen alle trockenen – und vor allem warmen Fußes – zur Feier und später auch wieder zurück ins Zimmer. Später. Viel später 🙂

Die einzige Frage, die für Sie noch offen ist: wie dekoriere ich für eine Winterhochzeit ohne das das Weihnachts-Feeling aufkommt? Die Antwort darauf gebe ich Ihnen nächste Woche!

 

Alles Liebe

Agnes

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