Winterhochzeit

Winterhochzeit – Teil 1

Einige von Ihnen, meine treuen Leser, wissen es schon: ich plane meine erste Winterhochzeit! Welche Vor- und Nachteile eine Winterhochzeit hat und welche Überraschungen man erwarten kann schreibe ich Ihnen heute zusammen. Dann können Sie sich selbst einen Eindruck machen: Winterhochzeit – yay oder nay 🙂

Bei den Anfragen nach den Hochzeitsmessen wurde eines klar: Winterhochzeiten sind absolut im Kommen. Jetzt auch bei uns! Wovon wir (also ich) vor einigen Jahren nur träumen konnten ist nun in der Realität angekommen: Brautpaare wollen im Winter heiraten!

Zum ersten Mal habe ich die Idee etwas weiterverfolgt als in einer Fernsehserie (die jetzt unerwähnt bleiben soll) die Mutter der Hauptdarstellerin für ihre Tochter eine Winterhochzeit planen wollte. „Die Hochzeit der Romanovs“ hat sie es genannt: als „Farben“ weiß und silber, Pelz, Pferdeschlitten, … das war der Traum der Brautmutter. Doch wie umsetzbar ist so eine Winterhochzeit?

Zuallererst muss ich eines klarstellen: ähnlich wie bei Hochzeitsfeiern im Sommer haben wir auch im Winter keine Wettergarantie. Die Frage nach dem Schnee ist relativ leicht geklärt: wir müssen nur weit genug nach Westen fahren um dort in einem Schigebiet zu heiraten – ob allerdings auch im Tal Schnee liegt kann nicht garantiert werden. Und dass die Sicht klar und nicht durch Nebel getrübt ist leider auch nicht.

Gut, sagen Sie, dann eben am Berg – zumindest die Schneefrage ist dann geklärt. Nun ja, hier tut sich das nächste Mienenfeld auf: Wenn Sie AUF dem Berg heiraten – und vor allem feiern – wollen müssen Sie bedenken, dass die letzte Gondel oft um 16:00 Uhr ins Tal fährt und Sie gemeinsam mit Ihren Gästen, dem Personal, der Band, dem Fotografen, … auf dem Berg bleiben müssen. Es gibt einige Hütten und Hotels, die die Übernachtungsmöglichkeiten für eine Hochzeitsgesellschaft bieten, doch in einem Umkreis von bis zu vier Stunden Fahrtzeit rund um Wien stoßen die Unterkünfte bei ca. 40 Personen an ihre Grenzen. Das heißt: keine Hochzeiten mit mehr als 40 Gästen (inklusive der Wagemutigen, die im Matratzenlager übernachten).

So Sie die Frage „Auf dem Berg oder lieber im Tal“ zu Ihrer Zufriedenheit und Anforderung geklärt haben steht einer wunderbaren Feier nichts mehr im Weg.

So Schnee liegt ist das ein gaaanz tolles Deko-Element, dass Ihrer Hochzeit rasch ohne viel Aufwand Winterflair verleiht. „Eh klar“ sagen Sie? Nun ja, bedenken Sie, was vom Winterwonderland übrig bleibt wenn kein Schnee liegt: kahle Bäume, braune Wiesen, vielleicht sogar matschige Straßen, weil nur noch die letzten Schneereste den Temperaturen über 0 Grad trotzen. Not so wonderful any more. Nur wenn Sie das trotzdem toll finden, kann ich Ihnen eine Winterhochzeit wirklich empfehlen. Die Alternative ist natürlich die Location beschneien zu lassen – jedoch gebe ich zu bedenken, dass Sie die Kosten dafür vielleicht anders wo produktiver einsetzen könnten 😉

Die Trauung im Freien zu veranstalten ist natürlich auch möglich. Alles was notwendig ist, ist die Gäste im Voraus darüber zu informieren und zu empfehlen Schiunterwäsche anzulegen! Sie können statt der im Sommer üblichen Seifenblasen oder Taschentücher für Freudentränen auch Decken an Ihre Gäste austeilen. Was ich Ihnen nicht empfehlen kann ist die Gäste für die Trauung draußen hinzusetzen – da wird es noch schneller kalt als im Stehen. Bitte bedenken Sie, dass es auch in einer Kirche im Winter seeehr kalt sein kann – besonders, wenn Sie nach der passenden Unterwäsche für Ihr Brautkleid suchen…

Nächste Woche werfen wir einen Blick auf das Braut-Outfit im Winter, die Möglichkeiten die der Winter für Ihre Agape/Ihren Sektempfang bietet, und die Möglichkeiten zur Dekoration.

 

Alles Liebe

Agnes

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