dieser eine tag Hochzeitsplanung Wenig basteln vor der Hochzeit

Wenig Basteln für die Hochzeit

Viel oder wenig basteln für die Hochzeit – das ist heute die Frage! Die Vor- und Nachteile vom viel Basteln haben wir letzte Woche aufgezählt, heute erzähle ich Ihnen von meinen – ganz privaten – Erfahrungen mit dem wenig Basteln für die Hochzeit.

Nachdem ich über die Jahre gesehen habe wie viel Zeit – und auch Nerven – die Bräute (es sind nie die Bräutigame!) in das Basteln investieren, habe ich mir vorgenommen es für meine Hochzeit anders zu machen. Und was soll ich Ihnen sagen, es ist anders gekommen

Ich habe relativ früh bereits ganz grundsätzlich entschieden, dass ich nicht viel basteln will. Ich bin nicht so die Basteltante. Freunde von mir mögen jetzt vielleicht widersprechen – aber für meine Hochzeit war ich es auf jeden Fall nicht 😉

Meine Mutter hat dazu einen wirklich lustigen Moment beigesteuert, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte: Eines Tages – Monate vor dem Hochzeitstermin – rief mich meine Mum an und teilte mit mit, dass sie gerne mehr mit mir machen würde für die Hochzeit. Ich habe darauf hingewiesen, dass sie bei allen Themen, die bereits abgehakt sind, voll informiert ist und über alles Bescheid weiß. Sie meinte dann: „Wenn die Kinder meiner Freundinnen geheiratet haben, haben sie immer was gemeinsam gemacht.“ Ich, etwas verwirrt, fragte: „Und was genau?“ „Ja, gebastelt und so…“ Darauf habe ich die einzig zulässige Frage gestellt: „Willst du basteln, Mama?“ Und wahrheitsgemäß antwortet meine Mutter – etwas zerknirscht: „Nein.“. Da haben wir beide herzlich gelacht. Ja, nicht jeder hat das Basteln im Blut.

Außerdem habe ich mir selbst die Auflage gegeben im Monat vor der Hochzeit keinen Finger mehr für diesen einen Tag zu rühren – im Sinn von: nichts mehr bestellen, nichts mehr basteln. Nun ja… erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Davor war auch ich als Hochzeitsplanerin nicht gefeit.

In den letzten fünf Wochen vor meinem Hochzeitstermin hat es mich also gepackt: Der Tischplan muss gestaltet werden, die dazugehörigen Tischaufsteller ebenfalls und ich wollte gerne farblich passende Servietten für meine Gäste gestalten und nicht nur „einfach falten“. Und auch die Gastgeschenke mussten fertiggemacht werden. Vielen Dank an meinen Mann (hihi) für die Unterstützung dabei! Außerdem habe ich 11 Tage vor der Hochzeit die Gläser (Gott-sei-Dank nur 16!) von der Floristin für die Tischdeko bekommen und – ja – die Gläser mit jeweils einer (nicht zwei, oder drei – nur eine!) Schleife versehen.

So ist es also gekommen, dass meine Mum und ich doch noch gebastelt haben! Und was war das für ein Spaß… wir haben uns einen unserer all-time-favourits aufgedreht – Pretty Woman – und haben Servietten gefaltet und mit einem Band versehen. 72 Stück! Natürlich ist das Band ausgegangen (und das mir!) und ich musste die letzten acht etwas später fertig machen.

Als Gastgeschenke haben wir uns für „Reparaturseidln“ für den nächsten Tag mit einem Flaschenöffner in einem – unserer Farbe angepassten – Papiersackerl entschieden. Also haben mein Liebster und ich uns an zwei Abenden an den Küchentisch gesetzt, eine Platte aufgelegt und haben Etiketten geklebt, Flaschen eingetütet und Sackerl zugeklebt. Wie am Fließband, in zackiger Akkordarbeit

Eine meiner wunderbaren Trauzeuginnen – ihres Zeichens Grafik Designerin – hat mich maßgeblich bei der Gestaltung für den Tischplan und die Aufsteller (die mit der Hilfe von eingeschnittene Korken aufgestellt wurden – und ja, die Korken habe ich selbst eingeschnitten) unterstützt und auch das konnte ich abhaken. Im gleichen Atemzug habe ich auch die Adressetiketten für die Postkarten, die wir an unsere Gäste verteilen wollten – um sie uns im Jahr nach unserer Hochzeit zurück zu senden – gedruckt, geschnitten und aufgeklebt.

Abgesehen von den Gläsern, die ich 10 Tage vor meiner Hochzeit noch umwickelt habe, war dann doch alles zwei Wochen vor der Hochzeit fertig. Und ich bin sehr stolz darauf. Was hier mitgeholfen hat, war die Gewissheit, dass alles, was ich jetzt noch nicht hab, ich auch nicht brauch 😉

Sie sehen also, welche Arbeit sogar jemand hat, der sich vorgenommen hat NICHT ZU BASTELN. Meine Arbeitszeit hat sich Gott-sei-Dank in Grenzen gehalten und auf wenige Abende und einen Nachmittag beschränkt. Die allerdings waren voll guter Stimmung!

Fazit: Die Gäste waren auch von den wenigen, dafür liebevoll gearbeiteten, Details begeistert und haben nichts vermisst; ich würde das als Vorteil bezeichnen. Außerdem waren in meinem Büro nur drei Wochen zwei Kisten abgestellt. Ein weiterer Vorteil war, dass ich wenig Zeit investiert habe und der Output trotzdem hoch war. Und ein Nachteil? Da fällt mir keiner ein 😉

Nun ja, ich würde sagen unterm Strich läuft es darauf hinaus, ob Sie gerne und gut basteln, oder eben nicht. Es ist auch gut, dass wir alle unterschiedlich sind und jeder soll sich selbst unbedingt treu bleiben. Denn nur dann ist Ihre Hochzeit wirklich authentisch und Sie fühlen sich so richtig wohl. Und darauf kommt es eigentlich an.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Basteln – ganz gleich ob es viel oder wenig ist!

 

Alles Liebe

Agnes

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