Motivation für die Hochzeitsplanung

Motivation

Die Motivation für die Hochzeitsplanung, und besonders der Feier mit allen Details, ist oft bei Braut und Bräutigam unterschiedlich groß. Wie gehen wir mit diesem Unterschied am Besten um?

Bei der Begleitung meiner Brautpaare über die Jahre ist mir aufgefallen – für meine Leserinnen und Leser womöglich wenig überraschend – dass die Motivation der Braut meist etwas höher ist als beim Bräutigam. Bitte, lachen Sie jetzt nicht 😉

Doch wie gehen wir mit diesem Ungleichgewicht um?

In meiner Erfahrung haben Bräute deutlich genauere und detailliertere Vorstellungen der Atmosphäre bei der Trauung und der Feier. Darüber hinaus neigen Frauen dazu Wert auf hübsche Dinge zu legen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Auch Männer mögen schöne Dinge, nur geben sie ihnen oft eine nicht so hohe Priorität wie die Damen das tun. Und um ehrlich zu sein: ich habe erst sehr selten Herren getroffen, der bereits, seit er ein kleines Mädchen war, von seiner Hochzeit geträumt hat 🙂

Nein, Spaß beiseite – wer füllt die tausenden Pinterest-Boards zum Thema Hochzeit, oder legt selbst welche an wenn die Planung einer Hochzeit ins Haus steht? Die Herren sind es nicht. Es sind die Damen, die höchst motiviert Bilde von möglichen, oder auch unmöglichen, Kleidern sammeln, um diese bei der Anprobe als Orientierungshilfe für die gute Fee im Brautkleidersalon vorzulegen.

Jetzt erlebe ich also relativ oft Termine mit Brautpaaren, bei denen die Braut mit mir spricht, und der Bräutigam während des Treffens hauptsächlich zustimmend nickt. Und eines ist mir ganz besonders wichtig hier festzuhalten: das ist OK! Derjenige (oder eben diejenige), der die genaueren Vorstellungen hat, sollte sie formulieren. Warum? Damit ich eine Ahnung von der grundsätzlichen Idee des Brautpaares bekomme. Bei nicht-Zustimmung des Partners werden diese Differenzen (hoffentlich) im Anschluss zuhause geklärt und mir dann mitgeteilt. Grundsätzlich haben – wie weiter oben erwähnt – Damen einfach eher die Neigung Details zu sehen und zu definieren, die den Herren zu diesem frühen Zeitpunkt oft noch verborgen (oder auch nicht wichtig) sind.

Sollten die Herren dann – wunderbare Momente, die ich auch schon oft erleben durfte – gerade zu einem Thema (und oft bleibt es bei dem einen 😉 ) einen konkreten Vorschlag machen, zB.: Liederauswahl bei der Trauung, dann bitte, liebe Braut, hören Sie zu und freuen Sie sich, dass nicht alle Entscheidungen von Ihnen getroffen werden, und Ihr Bräutigam nur zustimmend nickt, sondern sich auch mit eigenen Ideen einbringen will!

Ich möchte vermeiden, liebe Leserinnen und Leser, dass bei Ihnen das Gefühl aufkommt, dass die Bräutigame in diesem Beitrag nicht gut wegkommen. Meine Motivation ist heute den Bräuten, derer Verlobte sich nicht einbringen sondern nur zustimmen, Mut zuzusprechen nicht an der Motivation Ihrer Männer zu zweifeln – denn glauben Sie mir, auch diese WOLLEN heiraten und eine schöne Hochzeit haben. Sollten Sie hingegen ein Paar sein, dass gemeinsam eine genaue Vorstellung der Trauung und der Feier haben, kann es unterwegs gelegentlich etwas holprig werden, eben weil Sie BEIDE eine mehr oder weniger genaue Vorstellung haben und diese unter EINEN Hut bringen müssen.

Nach meiner Erfahrung, sind dem Bräutigam die Details, die ihn umgeben, wenn er seine Braut heiratet, nicht wichtig, sondern, dass die Braut glücklich ist. Und darauf kommt es an.

 

Alles Liebe

Agnes

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