Brautpaar mit Eltern

Heiraten mit Eltern

Heiraten ist nicht nur für das Brautpaar eine UNGLAUBLICH wichtige Sache, sondern auch für die Eltern des Brautpaares. Wie Sie, liebes Brautpaar, am besten durch den emotionalen Dschungel der Hochzeitsplanung mit Ihren Eltern navigieren, lesen Sie heute hier. Und für die Eltern habe ich auch einen Tipp.

Ich war immer der Meinung, dass der Hochzeitstag des eigenen Kindes nur mit Vorfreude und positiven Gefühlen für die Eltern einhergeht. Das stimmt auch! So die Frage „ist der der Partner/die Partnerin richtig für mein Kind?“ geklärt ist, steht der Vorfreude nichts mehr im Weg. Abgesehen vielleicht von der Frage: wie können wir „die Kinder“ unterstützen – diese Frage führt gelegentlich zu etwas Unsicherheit. Auf beiden Seiten…

Meistens lerne ich die Eltern der Brautpaare, deren Hochzeitsplanung ich übernehme, erst am Tag der Hochzeit kennen. Und bis dahin hat mir das Brautpaar nur erzählt, dass die Eltern ihnen dies und das geschenkt haben oder bezahlen wollen, wenn die Rechnung kommt. In meiner nicht-repräsentativen persönlichen „Studie“ scheint es besonders beliebt zu sein, dass die Brauteltern (oft auch nur die Mutter) das Brautkleid bezahlen, oder, dass die Band „geschenkt“ wird. (Ein kleiner Exkurs: das Budget der Brautpaare lässt oft nur einen DJ zu und die Eltern zahlen die Differenz auf eine Band, die dem Brautpaar gut gefällt, auf.) Darüber hinaus spielen die Eltern in der Planung, die ich mit dem Brautpaar gemeinsam mache, keine große Rolle was das Treffen von Entscheidungen betrifft. Ich bin mir natürlich dessen bewusst, dass die Eltern oft noch viel mehr für das Brautpaar tun als für mich sichtbar ist – meist in Form von finanziellen Unterstützungen der Ideen und Pläne des Brautpaares, und nicht in der Gestaltung der Hochzeit.

Und weil ich es gerade angesprochen habe: die Gestaltung der Hochzeit. Ja, es gibt auch Eltern, die nicht nur „den Kindern“ ihr offenes Ohr anbieten, sondern auch ungefragt gut gemeinte Ratschläge geben. Liebe Eltern, ich weiß, wie sehr Sie Ihr Kind lieben und, dass Sie nur unterstützen wollen. Wenn Sie das Gefühl von „ich muss retten“ in sich spüren und denken, dass Sie in die Planung der Hochzeit eingreifen müssen, dann bitte nur aus folgenden Gründen: Ihr Kind übernimmt sich finanziell komplett oder Ihr Kind möchte nur anderen (vielleicht sogar Ihnen?) gefallen und verleugnet deswegen seine eigenen Wünsche. Das sind die zwei großen Gründe, die ich gelten lassen kann, wenn Sie unterwegs einschreiten. Bitte bedenken Sie, dass jeder kritische Blick von Ihnen, jede abfällige Bemerkung und jedes „du musst aber auch“ Ihrem Kind etwas von der puren Freude und dem unbändigen Glück nimmt, dass es empfinden sollte – immerhin wird es in wenigen Monaten heiraten! Verlieren Sie das bitte nicht aus den Augen, wenn Sie sich (mal wieder) denken: was habt ihr nur für Flausen im Kopf!

Liebes Brautpaar: Nichts liegt Ihren Eltern mehr am Herzen, als dass Sie glücklich sind. (Auch wenn die Eltern manchmal eine eigenartige Art wählen Ihnen das zu zeigen.) Lassen Sie Ihre Eltern teilhaben an Ihrem Glück und Ihrer Freude. Fragen Sie nur dann um Rat, wenn Sie ihn auch annehmen wollen. Bei Dingen, die für Sie bereits fix entschieden sind ist es unnötig – und kann Enttäuschung zur Folge haben – wenn Sie Ihre Eltern trotzdem um deren Meinung bitten. Zeigen Sie Ihrer Mutter Fotos auf Pinterest, die die Gestaltung Ihrer Hochzeit maßgeblich beeinflusst haben und fragen Sie Ihren Vater doch, ob sein Freund eigentlich noch diesen Oldtimer hat. Und sollten Sie mitten drunter den Kopf verlieren, geben Sie Ihren Eltern die Chance, alles wieder in Relation zu setzen. Mit kleinen Aufmerksamkeiten und Einblicken in Ihre Planung lassen Sie Ihre Eltern teilhaben an den Vorbereitungen für den bisher wichtigsten Tag in Ihren Leben.

Und vergessen Sie nicht: die Hochzeit ist ein Fest der Liebe – feiern Sie die Liebe ausgelassen! Und zwar auch schon während der Planung 😉

 

Alles Liebe

Agnes

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