Trauung außerhalb des Standesamts

Die Trauung außerhalb des Standesamts (Teil 3)

Im Beitrag letzte Woche habe ich bereits erwähnt, dass Standesämter heute schon sehr viel aufgeschlossener und offener für Ideen sind, als noch vor 10 Jahren. So hat sich über die letzte Dekade auch die Möglichkeit außerhalb des Standesamts zu heiraten (weiter-)entwickelt. 

Wenn ein Brautpaar nur also nur standesamtlich heiraten will, ist die Trauung in einer besonderen Location sehr beliebt. (Standesämter sind leider nicht immer besonders hübsch.)

Was kann so eine besondere Location sein? Das Spektrum an Möglichkeiten ist sehr breit gefächert und reicht von der Trauung in einem Schloss über ein Restaurant bis zum elterlichen Garten. Der Kreativität sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Einzig den Standesbeamten des Standesamts, dem Ihre Traumlocation geografisch gesehen untersteht, müssen Sie überzeugen.

Die wichtigsten Kriterien

Tatsächlich gilt nur, dass der Ort dem Anlass entsprechend würdevoll sein muss. Was als „würdevoll“ gilt wird vom Standesbeamten definiert. Abgesehen von der Trauung IN einer anderen Location als dem Standesamt ist natürlich auch die Trauung im Freien möglich. Ein Standesbeamter hat sowohl die Möglichkeit einer Trauung am Dorfplatz oder in dem Saal der Musikschule, in dem Sie sich einst bei einem Weihnachtskonzert kennenlernten, zuzustimmen, als auch darauf zu bestehen, dass die Trauung, obwohl nur ein paar Wolken am Himmel sind, drinnen stattfindet, da die oben genannte Würde gewahrt bleiben muss. Ob Sie in der von Ihnen präferierten Location standesamtlich heiraten dürfen hängt also vom Standesbeamten ab.

Am Land (meine Erfahrung beziehe ich hier von Hochzeiten in Niederösterreich und der Steiermark) ist die Zustimmung des Standesbeamten zur Location relativ leicht zu bekommen – besonders solange Sie eine enge Bindung Ihrer Beziehung zu dieser Location bestätigen können. Ein Standesbeamter hat mir gegenüber einmal erwähnt, dass auch eine Trauung unter Wasser mit Sauerstoffflaschen oder im Sprung aus einem Flugzeug (mit Fallschirm!) möglich ist – obwohl er beides noch nicht gemacht hat. Was er schade findet.

Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Zum Beispiel neigen Standesämter in heiß umkämpften (seeeehr beliebten) Gemeinden dazu gleich um ein Vielfaches strenger vorzugehen, wobei die Gründe dafür ebenso undurchsichtig sind, wie die Wünsche von so vielen Brautpaaren genau dort dann standesamtlich zu heiraten.

Und dann gibt es noch Wien. Wie sooft ist in Wien alles anders. Den Richtlinien und Auflagen hier möchte ich gerne einen eigenen Blogbeitrag widmen. Lesen Sie nächste Woche, worauf Sie bei einer standesamtlichen Trauung in Wien (außerhalb des Standesamts) achten müssen und wo möglicherweise Stolperdrähte auf Sie warten, die Ihre wunderbaren Ideen vereiteln.

Doch fürchten Sie sich nicht – ich helfe Ihnen durch das Labyrinth des Weges zur Traumhochzeit 🙂

 

Alles Liebe

Agnes

 

PS.: Vielen Dank Ruth und Alex für das Foto!

 

 

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