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Destination-Wedding

Die Hochzeit weit-weit-weg von zuhause: 4 Gründe dafür und 4 Gründe dagegen

Zuerst zu den Begrifflichkeiten: eine Destination-Wedding muss folgende Anforderungen erfüllen:
Mehr als die Hälfte der Gäste müssen weiter anreisen
Die Feierlichkeiten dauern zumindest von Freitag bis Sonntag
Das Brautpaar plant die Hochzeit aus einer geografischen Entfernung zum Veranstaltungsort (Das heißt eine Hochzeit in den Weinbergen der Südsteiermark von Freitag bis Samstag würde in diese Definition fallen, vorausgesetzt das Paar ist aus…St. Pölten. Ebenso allerdings auch ein ein-wöchiger Aufenthalt mit Feierlichkeiten von Freitag bis Sonntag für alle Beteiligten auf einer griechischen Insel.)

Hier die Pro-s:
1. Es ist eine Destination-Wedding! (Das allein sollte schon für einen Pluspunkt reichen, aber ich führe meine Begeisterung noch etwas aus) Die Hochzeit findet nicht im gewohnten Umfeld statt, sondern in einem ganz anderen Kontext und Setting. Die Gäste reisen für zumindest eine Nacht an und oft wird eine Destination-Wedding zu einer Mehrtätigen Veranstaltung von Begrüßungscocktails, über gemeinsame Ausflüge, Spiele, Essen bis zur eigentlichen Feier und dem Brunch am nächsten „Morgen“. Eine Reise in eine Hochzeits-Traumwelt, die Wirklichkeit geworden ist.
2. Destination-Weddings neigen zu einer kleineren Hochzeitsgesellschaft. Destination-Weddings sind zwar für die Gäste teurer aber nicht unbedingt für das Brautpaar. Die Hochzeitsgesellschaft ist meist kleiner und es ist so möglich ALLE persönlichen Extras umzusetzen und einzubauen.
3. Die Hochzeitsgesellschaft nimmt sich ein Wochenende lang Zeit das Brautpaar zu feiern – einer entschleunigten Feier steht nichts im Weg. Kein „aus-der-Arbeit-hetzen“, kein „wir-müssen-schon-früher-los“ – alle haben das ganze Wochenende lang Zeit.
4. Sollte es weiter weg gehen für die Hochzeit bietet es sich an die Hochzeitsreise vor Ort zu verbringen (die Gäste sind dann abgereist). Das spart kosten für die Anreise und vielleicht kann man im Hotel einen besseren Deal verhandeln

Und die Con-s:
1. Die Hochzeitsgäste müssen viel weiter anreisen als zu einer „im Grätzl“-Feier und müssen neben den Kosten der Anreise auch die Kosten für ein Hotelzimmer (für mindestens eine Nacht) bezahlen. Wenn ein Flug notwendig ist steigen die Kosten rapide an. Im Vorfeld ist zu klären, ob das Brautpaar (oder auch die Eltern) die Gäste bei der Anreise/Hotelkosten/usw. unterstützen (wollen/können).
2. Manche Gäste können auf Grund der Entfernung nicht teilnehmen. Gerade die ältere Generation (Omas/Opas u.ä.) sind manchmal schon etwas in-mobil (bitte verzeiht die Wortschöpfung, aber un-mobil finde ich viel zu negativ, besonders in diesem Zusammenhang) und können dann – ungern aber doch – nicht an der Hochzeit teilnehmen.
3. Eine Destination-Wedding (mind. Zwei Übernachtungen) benötigt mehr „Planungsbereitschaft“ als eine Hochzeit zuhause. Die Gäste werden betreut von der Begrüßung bis zur Abreise. Die Zeit soll den Gästen nicht lang werden, also müssen Aktivitäten geplant werden (Spa-Besuche, Friseurtermine, eine Golfrunde, usw.) und das Brautpaar fungiert auch als Animateur-Paar. Vielleicht unterstützt man die Gäste auch im Vorfeld schon bei der Planung ihrer Anreise und ihres Aufenthaltes, dann wird das ganze Unterfangen noch aufwendiger – und wir sprechen noch nicht von der Hochzeitsplanung selbst.
4. Eine Destination-Wedding benötigt eine längere Vorlaufzeit als eine Zuhause-Hochzeit. Das Brautpaar muss zumindest einmal vor Ort sein und dann auch jemanden haben (Hotelpersonal? Hochzeitsplaner vor Ort?) der Vereinbarungen mit den Professionisten treffen kann. Besonders bei einer Hochzeit auf einer z.B.: griechischen Insel muss mit „Insel-Zeit“ der Professionisten gerechnet werden. Jemand der sonst im Puls der Großstadt schwimmt kann dort an der Ruhe der Einheimischen verzweifeln. Die Einladung zu einer Destination-Hochzeit sollte also mindestens 6-8 Monate vor der Hochzeit ausgesendet werden, wenn ein Feiertag involviert ist sogar noch früher.
Es gibt also auch hier – wie in JEDEM Bereich von Hochzeiten – kein Patentrezept. Es kommt darauf an, was dem Brautpaar wirklich zusagt. (Wenn Sie nicht gern reisen, lassen Sie die Destination-Hochzeit und feiern Sie zuhause. Den Stress sollten Sie sich unbedingt sparen!) Bedenken Sie, wie viele und welche Gäste Sie gern bei Ihrer Hochzeit begrüßen würden und denken Sie vor allem daran, wie Sie den Aufwand einer weit-weit-weg-Hochzeit bewältigen können, nicht nur daran, wie toll das Hochzeitsbild von Ihnen beiden barfuß am Strand vor dem Sonnenuntergang aussehen würde 😉

Alles Liebe,
Agnes

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  1. […] Weitere Infos rund um eine Destination Hochzeit finden Sie auch in diesem Blogpost! […]

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